Graut es dir vor dem nächsten zu Bett bringen deines Kindes? Weißt du jetzt schon, dass sich das Einschlafen ewig hinziehen wird und wahrscheinlich mit vielen Tränen auf beiden Seiten verbunden ist? Dann ist dieser Artikel für dich. 

Es gibt immer wieder Phasen, bei denen Kinder Probleme mit dem Einschlafen haben. Zum Beispiel bei Krankheiten oder bei Entwicklungssprüngen, wo einfach alles andere viel interessanter ist, als Schlafen zu gehen. Diese schwierigen Phasen sind ganz normal. Doch nicht selten habe manche Babys und Kleinkinder über Wochen und Monate Probleme mit dem Einschlafen. Spätestens dann, wenn die Einschlafsituation für dich und dein Kind nur noch Stress bedeutet, solltest du versuchen, herauszufinden, welche Gründe zu diesem erschwerten Einschlafen führen. 

  1. Seine Bedürfnisse sind nicht gestillt/es fühlt sich unwohl

Natürlich dürfte dieser Grund allen Mamas klar sein, doch manchmal ist es gar nicht so einfach immer zu wissen, ob das Baby jetzt wirklich zufrieden ist. Vor allem bei Babys, die viel ohne ersichtlichen Grund weinen, kann es mitunter schwer sein, immer genau zu wissen, ob alle Bedürfnisse erfüllt sind.

Wenn dein Baby also Schwierigkeiten mit dem Schlafen hat, gehe im Kopf noch einmal die wichtigsten Dinge durch: Wann hat mein Baby das letzte mal getrunken/gegessen? War das ausreichend? Könnte seine Windel voll sein? Ist ihm zu warm oder zu kalt? War heute ein stressiger Tag, haben wir uns wenig gesehen, wenig Zeit für Nähe gehabt?

2. Dein Baby ist nicht müde genug oder zu übermüdet

Genauso wie bei uns Erwachsenen, haben auch schon kleine Babys und Kleinkinder Probleme zu schlafen, wenn sie noch nicht müde genug sind. Der fehlende Schlafdruck verhindert das Einschlafen.

Genauso wichtig ist es aber auch, dass dein Baby noch nicht zu müde, bzw. übermüdet ist. Bei einer Übermüdung werden Hormone ausgeschüttet, die uns wach halten sollen. Das hat evolutionäre Ursprünge. Uns Erwachsenen fällt das Einschlafen meist trotzdem leicht, weil der ausreichende Schlafdruck das Einschlafen erleichtert. Kinder können im übermüdeten Zustand meist nicht gut schlafen, sie werden sehr aktiv und weinerlich.

Um eine Übermüdung zu vermeiden achte auch auf die Müdigkeitsanzeichen deines Babys, sowie die Wachzeiten.

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3. Seine Schlafumgebung ist nicht optimal

Viele Eltern unterschätzen die positive Auswirkung einer optimale Schlafumgebung. Neben der Sicherheit, gibt es noch drei weitere Aspekte, die eine gute Schlafumgebung ausmachen. Das sind zum einen Dunkelheit (setzt schlaffördernde Hormone frei), Temperatur und Geräusche. 

Die ideale Raumtemperatur zum Schlafen beträgt zwischen 16 bis 18 Grad. Zum Einschlafen ist eine ruhige Umgebung mit wenig ablenkenden Geräuschen für viele Kinder hilfreich.

4. Ihr habt kein Einschlafritual

Sieht jeder Abend gleich bei euch aus? Oder ist der Ablauf vor dem Einschlafen jedes mal anders? Ein Einschlafritual bereitet dein Kind auf das Schlafen vor. Der immer gleiche Ablauf  gibt deinem Baby Sicherheit und fördert die Müdigkeit. Nicht selten fangen Babys an, bei einem bestimmten Teil des Rituals (z.B. Rollos runtermachen, Licht ausmachen) sich die Augen zu reiben. Zusätzlich könnt ihr diese Zeit vor dem Schlafgehen noch einmal intensiv für Nähe und Kuscheleinheiten nutzen. 

Tipp: Auch vor Tagesschläfchen kann ein kleines (5-10 Minuten) Einschlafritual helfen! 

5. Dein Baby geht jedes Mal zu anderen Zeiten ins Bett

Dieser Aspekt ist zwar nicht für alle Kinder entscheidend (vor allem je jünger dein Baby ist) und dennoch kann eine einigermaßen feste Uhrzeit beim Einschlafen helfen. Wir alle haben eine innere Uhr in uns, die untere anderem unsere Wach- und Schlafenszeiten beeinflusst. Wenn wir über einen längeren Zeitraum zur gleichen Zeit ins Bett gehen, wird es uns mit Hilfe der inneren Uhr nach einiger Zeit deutlich leichter fallen, dann auch einzuschlafen. Trotzdem spielen noch andere biologische Aspekte eine Rolle, wenn es ums Schlafen geht. Deshalb ist auch eine komplett strikte Routine meist nicht sinnvoll, weil wir auch immer die Geschehnisse des Tages betrachten müssen. Wenn ihr zum Beispiel einen sehr aufregenden Tag hattet mit vielen neuen Eindrücken, könnte dein Kind schneller müde sein als sonst und dann wäre es nicht sinnvoll bis zur festen Schlafenszeit zu warten und zu riskieren, dass dein Kind übermüdet ins Bett geht. Feste Zeiten können helfen, trotzdem sollte auf die Müdigkeitsanzeichen und die Wachzeiten geachtet werden.

6. Dein Kind kann noch nicht selbstständig Einschlafen

Dieser Grund kann vor allem bei einigen älteren Babys und Kleinkinder Auslöser für eine erschwertes Einschlafen sein. Diese Kinder sind immer noch sehr auf äußere „Reize“ (Einschlafstillen, Flasche, Wiegen, etc.) angewiesen um einzuschlafen. Gleichzeitig führen diese „Reize“ bei ihnen aber auch zu einer Überstimulation im müden Zustand, sodass diese Kinder schwer zur Ruhe kommen. In diesem Fall kann man versuchen, ihnen das selbstständige Einschlafen beizubringen, indem man die vorherige Einschlafhilfe langsam entwöhnt. Dies sollte man jedoch erst tun, wenn alle anderen Faktoren ausgeschlossen sind und man sich sicher ist, dass das Kind und man selbst bereit dafür ist. Eine Entwöhnung ist immer ein frustrierender Prozess für ein Kind und deshalb ist es auch wichtig, dass es dabei niemals alleine gelassen wird.

7. Das Thema Einschlafen frustriert dich 

Dies ist sicherlich nicht der Grund, warum dein Kind Schwierigkeiten beim Einschlafen hat, doch eine angespannte Stimmung beim Schlafen gehen, kann das schwierige Einschlafen noch mehr erschweren.

Das liegt vor allem daran, dass Kinder schon von kleinauf in der Lage sind unsere Gefühle wahrzunehmen und zu spiegeln. Wenn sie bemerken, dass Mama immer angespannt beim zu Bett bringen ist, wird es dies spüren und durch Unruhe und vielleicht sogar durch Weinen seine eigene Anspannung anzeigen. 

Ich weiß, es ist nicht einfach, entspannt zu bleiben, wenn sich das anstrengende zu Bett gehen jeden Tag wiederholt und es sich gefühlt mit Mal zu Mal verschlimmert. Doch wenn du dich das nächste Mal wieder in dieser Situation befindest, denk an diese Zeilen und versuche die negativen Gedanken auszublenden. Versuche nicht darüber nachzudenken, wie lange vielleicht heute das Einschlafen dauert und wann du es endlich aus diesem Zimmer schaffst, um dich selbst auszuruhen (was du auf jedenfall mehr als verdient hast!), oder mit welchen Mitteln und Wegen dein Kind es endlich schafft entspannter und schneller einzuschlafen. Das Einzige was du jetzt in diesem Augenblick tun kannst, ist für dein Baby da zu sein und es in diesem schwierigen Moment zu begleiten. Anstatt den negativen Gedanken nachzuhängen, oder dich dem Frust hinzugeben, kannst du dich vielleicht einfach auf deine Atmung konzentrieren. Das entspannt nicht nur dich sondern auch dein Kind und Entspannung ist die beste Einschlafhilfe. 

Hat dein Baby auch große Probleme mit dem Einschlafen und du hast bereits alles versucht, damit es besser wird, doch bis jetzt hat sich nichts geändert? Eine Schlafberatung kann dir helfen! Vereinbare ein kostenloses Erstgespräch, bei dem wir gemeinsam herausfinden können, wie wir deinem Baby beim Einschlafen helfen. Ich freue mich auf euch!