Die erste Regression die ein Baby durchläuft ist meist die schwerste und betrifft alle Babys, zwischen dem 3. und 6. Monat, da die Ursache direkt mit dem Schlafen zu tun hat: Das Schlafverhalten deines Babys ändert sich deutlich und wird mehr wie das Schlafverhalten eines Erwachsenen. 

Während Neugeborene lediglich zwischen Rem-Schlaf (Aktivem Schlaf) und Tiefschlaf wechseln, durchlaufen die Babys von nun an verschiedene Schlafstadien.

Diese Schlafstadien haben eine bestimmte Reihenfolge und verbinden sich zu sogenannte Schlafzyklen.

In der Nacht dauern die Schlafzyklen bei Babys zwischen 45-90 Minuten (später 120 Minuten), tagsüber durchschnittlich 45 Minuten und enden immer mit einem kurzen Aufwachen.

Dieses kurze Aufwachen ist ganz normal und kommt auch bei uns Erwachsenen vor. Es ist sogar sehr praktisch und von der Natur vorgesehen, denn so „checken“ wir regelmäßig (jedoch meist unbewusst) das noch alles in Ordnung ist und wir dann entspannt weiterschlafen können.

Wenn das Baby nun findet, dass nicht alles in Ordnung ist, zum Beispiel weil sich seine Schlafumgebung geändert hat (von Mama’s Brust ins Beistellbettchen), oder es nur eine mögliche Einschlafhilfe kennt (Stillen, Pezziball, Schnuller, etc.) und darauf sehr angewiesen ist, wird es sehr wahrscheinlich ganz aufwachen und sich Mamas oder Papas Hilfe einfordern, um zur gewohnten Schlafumgebung zurück zukehren, oder die nötigte Einschlafhilfe zu bekommen.

So schläft dein Baby entspannt und einfach ein! 

Stell dir vor, die anstrengenden und tränenreichen Versuche dein Baby schlafen zu legen würden der Vergangenheit angehören...

So erkennst du, ob sich dein Baby in der 4 Monat Schlaf-Regression befindet:

 Wenn dein Baby auf einmal (wieder) häufiger in der Nacht aufwacht (teilweise alle 1-2 Stunden) und/oder auf einmal kürzere Tagesschläfchen macht (30-45 Minuten), ist dies ein fast sicheres Zeichen dafür, dass sich dein Baby gerade in der 4. Monats-Regression befindet. Auch ein veränderter Appetit (weniger oder mehr Hunger) und ein allgemeine Unzufriedenheit können diese Regression begleiten.

Wie lange dauert die 4 Monat Schlaf-Regression? 

Anders als bei den anderen Regressionen kann man bei dieser nicht pauschal sagen das sie nur eine Phase ist und vermutlich nach spätestens 2-3 Wochen durchgestanden ist. Die Veränderungen des Schlafverhaltens, die mit dieser Entwicklung einhergehen sind dauerhaft. Bei manchen Babys merkt man nur für ein paar Tage eine Verschlechterung des Schlafes, während sie ihr Schlafverhalten an die neuen Schlafmuster anpassen. Andere Babys haben hingegen Wochen, Monate und zum Teil Jahre damit zu kämpfen.

Was kann man also dagegen tun:

⭐️ Sehr langsam und Schritt für Schritt Schlaf-Assoziationen aufheben

Schlafassoziationen sind die Tätigkeiten oder Dinge, die dein Baby braucht, um wieder einzuschlafen. Nehmen wir als Beispiel das „auf dem Arm in den Schlaf wiegen“.

Wenn du diese Assoziation gerne langsam aufheben möchtest, könntest du von nun an dein Baby nur noch solange wiegen, bis es nahezu eingeschlafen ist. Wenn du also merkst, dass sich die Augen langsam schließen, hörst du mit dem Wiegen auf, hälst also deinen Arm ruhig und lässt es das letzte Stück alleine einschlafen. Nach und nach, lässt du dein Baby immer selbstständiger einschlafen bis die Schlafassoziation aufgehoben ist.

⭐️ Mehrere Schlaf- Assoziationen einführen

Wenn dein Baby immer nur auf EINE bestimmte Art und Weise einschläft, solltest du auch andere Beruhigungsmethoden einführen. So lernt dein Baby, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, sich zu beruhigen und einzuschlafen.

⭐️ Nicht zu früh den Pucksack entwöhnen

Wenn dein Baby bisher gepuckt wurde und damit immer gut geschlafen hat, solltest du noch eine Weile warten, bis du ihm den Pucksack entwöhnst. Spätestens aber, wenn dein Baby versucht sich zu drehen, sollte der Pucksack vom Schlafsack abgelöst werden.

⭐️ Die richtige Schlafumgebung

Viele Babys wachen am Ende eines Schlafzyklus vollständig auf, weil sie durch irgendetwas gestört wurden. Um dies zu vermeiden, sorge dafür, dass der Raum in dem dein Baby schläft so dunkel wie möglich ist (auch tagsüber!), es keine störende Geräusche gibt (Weißes Rauschen kann Geräusche neutralisieren) und das ihm weder zu kalt noch zu warm wird.

⭐️ Führe einen regelmäßigen Tagesablauf ein

Mit 4 Monaten wird es zunehmend einfacher einen einigermaßen geregelten Tagesablauf einzuführen. Babys lieben Routine, denn es gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit. 

Tipp: Starte jeden Tag zur selben Uhrzeit (am besten: 7 Uhr) in den Tag, um eine Regelmäßigkeit reinzubekommen.

⭐️ Vermeide Übermüdung

Achte auf die Müdigkeitsanzeichen deines Babys bzw. halte die altersentsprechenden Wachzeiten ein. Ein übermüdetes Baby hat Schwierigkeiten mit dem Einschlafen und wacht auch häufiger unausgeschlafen nach einem Schlafzyklus wieder auf. Ein weiterer Tipp um Übermüdung zu vermeiden ist nun, nach und nach eine frühe abendliche Bettzeit zwischen 18-19 Uhr einzuführen.